Enge Zusammenarbeit mit Hochschulen
Stillstand bedeutet Rückschritt
Unser Ziel bei den C4-Olefinen und -Derivaten:
Unser Ziel bei den C4-Olefinen und -Derivaten ist die vollständige Nutzung technischer C4-Schnitte für hochwertige Produkte oder Produktvorstufen.
Wesentliche Ergebnisse unserer C4-Forschungsaktivitäten:
- Entwicklung von Verfahren zur Hydrierung von Rest-Butadien in C4-Schnitten (SHP-Prozess).
- Entwicklung von Verfahren zur selektiven Hydrierung von Butadien zu 1-Buten und 2-Buten direkt in rohen Crack-C4-Strömen (SHP-CB-Prozess).
- Hauptvorteil: Umarbeitung von Crack-C4 zu Raffinat I ohne Butadien-Entfernung.
- Entwicklung eines eigenen, mehrfach lizenzierten Verfahrens zur Herstellung von MTBE aus Raffinat I.
- Hauptvorteil: Das anfallende Raffinat II ist völlig frei von Butadien und so besonders wertvoll für die Weiterverarbeitung.
- Verfahren zur alternativen Nutzung des im Raffinat I enthaltenen Isobutens: Herstellung von TBA (Tertiär-Butanol).
- Verfahren zur Herstellung von hochreinem Isobuten durch Spaltung von TBA oder MTBE.
- Verfahren zur Herstellung von hochreinem 1-Buten, das unter anderem im Polymer-Sektor eingesetzt wird.
- Verfahren zur Herstellung von sehr reinem Isobutan als Treibmittel bei kosmetischen und pharmazeutischen Produkten.
- OCTOL-Verfahren zur Oligomerisierung von 2-Buten in Raffinat III oder von 1-Buten/2-Buten in Raffinat II. Das hierbei erzeugte Dibuten ist die Rohstoffbasis für Isononanol. Durch ständige Optimierung liefert dieses hervorragende Oligomerisierungsverfahren ein besonders lineares Produkt mit einem Iso-Index von 1,1.
- Weiterer Vorteil: Durch den Einsatz eines Festbettkatalysators fallen weder Abwasser noch umweltrelevante Reststoffe an.
- Die vollständige Verwertung der C4-Schnitte findet ihren Abschluss in der Aufarbeitung des Rest-Butan zu Reinst-Butan.
Unsere Ziele bei den OXO-Produkten:
Unser Ziel bei den OXO-Produkten ist die Kostenführerschaft bei dem Weichmacheralkohol Isononanol und bei dem Tensidalkohol Tridecanol sowie die Entwicklung innovativer Verfahren.
Oxeno ist weltweit der größte Hersteller von Isononanol, das nach einem eigenen Verfahren produziert wird. Dabei wird Di-n-buten unter Verwendung eines nicht modifizierten Kobaltkatalysators nach dem sogenannten „Eintopfverfahren“ – Katalysatorbildung und Hydroformylierung erfolgen gleichzeitig im gleichen Reaktor – in zwei hintereinandergeschalteten Reaktoren unter Zwischenabtrennung der im ersten Reaktor nicht umgesetzten Olefine hydroformyliert. Die Hydroformylierungsprodukte werden in der flüssigen Phase zu Isononanol hydriert.
Tridecanol wird durch einstufige Hydroformylierung von Tri-n-buten in Gegenwart eines modifizierten Rhodiumkatalysators und anschließende Hydrierung des Hydroformylierungsprodukt hergestellt.
Der Weichmacher Diisononylphthalat wird diskontinuierlich unter Verwendung eines homogen gelösten Titankatalysators durch Umsetzung von Phthalsäure-anhydrid mit Isononanol erzeugt.
Durch Einsparung von Rohstoff und Energie werden diese Verfahren ständig verbessert.
Die Entwicklung neuer, innovativer Verfahren auf diesem Gebiet ist jetzt ein weiteres Ziel. Dabei stützen wir uns nicht nur auf unsere Stärken in der Verfahrensentwicklung, sondern arbeiten im Grundlagenbereich auch eng mit Hochschulen zusammen.